In den Reden zum Hambacher Fest von 1832 wurden damals Freiheit und Einigkeit für Deutschland gefordert und später in der deutschen Demokratie manifestiert.
Gerade heute hat diese Diskussion nichts an Aktualität verloren, nur denken wir in diesem Zusammenhang weniger nationalstaatlich als vielmehr europäisch.
Diese Wiege der deutschen Demokratie wurde und wird nun durch mehrere Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen neuen Bestimmungen zugeführt.
Während der Umbauphase von 2006-2008 nach den Plänen von Max Dudler wurde in das betagte Gemäuer harmonisch modernste Seminar- und Bühnentechnik integriert und das Hambacher Schloss barrierefrei erschlossen.
Das neue Nutzungskonzept versteht das Hambacher Schloss nicht nur als historische Stätte, sondern auch als modernes Tagungszentrum und Kulturhaus. Denn Kultur hat Ihren festen Platz im Hambacher Schloss, seit dort im Mai 1832 Bürgerinnen und Bürger das große Hambacher Fest für ein vereintes demokratisches Deutschland feierten. Schon damals verliehen Sie Ihren politischen Forderungen in Musik, Dichtung, Diskussion und Reden Nachdruck.
All dies findet auch im wieder eröffneten Hambacher Schloss statt- unter optimalen technischen und räumlichen Voraussetzungen statt. Dem Besucher wird ein facettenreiches Veranstaltungsprogramm geboten, das von politischen Diskussionen über politisches Kabarett, einer Kindertheaterreihe und klassischen Konzerten und einiges mehr reicht.
Das Restaurant 1832 umsorgt die Gäste kulinarisch und verwöhnt mit unverfälschten Gaumenfreuden. Der Festsaal und der Siebenpfeiffersaal stehen als Tagungs- und Veranstaltungsort oder als Hochzeitskulisse oder für private Veranstaltunge bereit. Ab April 2011 soll das Angebot in dem von Max Dudler entworfenen Restaurantneubau noch erweitert werden. Der mit
Leistädter
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Als absolut einzigartig lässt sich dieser feinkörnige, gelblich-braune Sandstein mit seinen charakteristischen Punkten beschreiben. Denn nur die...
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Sandstein verkleidete Bau wird in Anlehnung an die Ringmaueranlage auf dem Schlossberg harmonisch in die Landschaft eingefügt und einen atemberaubenden Ausblick über dieselbe gewähren.
Nach Plänen des Schweizer Architekten Max Dudler soll das Hambacher Schloss in zeitlich gestreckten Bauabschnitten zu einer bedeutenden europäischen Bildungsstätte ausgebaut werden. Die ersten 2007 abgeschlossenen Baumaßnahmen betrafen die barrierefreie Erschließung von Festsaal und Dauerausstellung und die Errichtung eines zweiten Fluchtweges. In einem gläsernen Aufzug fahren die Besucher die steinernen Schichtungen des Treppenhauses ab. Gleichzeitig wurden neue sanitäte Anlagen, Garderoben und ein Foyer mit Kleinküche im Ostflügel geschaffen.
Dabei war es dem Architekten wichtig, Abstand zum historischen Bestand zu halten und diesen ins rechte Licht zu rücken. Im November 2008 wurde der vor allm klima- und medientechnisch renovierte Festsaal wiedereröffnet. In Fortführung der alten Ringmauer ist bis ein neues Gastronomiegebäude entstanden, das in abstrakt zeitloser Formsprache den Denkmalkomplex ergänzt. Durch den landschaftlich und architektonisch angepassten, mehrfach abgestuften Steinbau wird die Fernansicht der Burg beruhigt, die seit 1982 von dem dreigiebligen Fachwerkvorbau beeinträchtigt wurde.
Als Naturstein wurde der Leistädter Sandstein gewählt. Mit diesem Material wurde man auch dem historischen Material gerecht, da sich der aktive Steinbruch in unmittelbarer Nähe befindet und von der Firma Naturstein Vetter betrieben und abgebaut wird. Charakteristisch für diesen qualitativ sehr hochwertigen Sandstein sind die punktuellen „Spots“, die ihn auch in gewisser Weise unverwechselbar machen.
Auf dem Dach des Neubaus entsteht eine großzügige Terrasse mit spektakulärem Ausblick ins Rheintal. Wenden die Besucher hingegen ihre Blicke auf die Südflanke der ehemaligen Kästenburg, werden sie aus bequemer Position die Nahtstellen zwischen demstaufischen Bergfried und dem hohen Mantel entdecken können.
Die Bodenbeläge für Terrasse und Wege wurden ebenfalls aus dem Naturstein Leistädter Sandstein hergestellt. In entsprechender Stärke gefertigt, stellen die sehr guten qualitativen Eigenschaften des Materials sicher, dass auch hohe Lasten, wie etwa von Lösch- oder Rettungsfahrzeugen problemlos aufgenommen werden können.
Die Bearbeitung der Oberflächen, sowie der Zuschnitt oblag der Firma Naturstein Vetter, als Lieferant der unterschiedlichen Verlegefirmen.
In der ersten Phase hatten die Architekten das Hambacher Schloss, seit es 2002 in den Besitz einer Stiftung geriet, im Ausstellungs- und Veranstaltungsbereich vorzüglich umgebaut. Das Gespür für Substanz und Natursteinmaterial, das hier bereits zu einer eindrucksvollen Symbiose von Alt und Neu führte, überzeugt im nächsten Bauabschnitt um so mehr, als dass jetzt ein Anbau für ein Restaurant hinzu kam. Wie eine Festungsmauer liegt er unterhalb des Hambacher Schlosses, dessen Geschichte bis in die Römerzeit reicht. Baukörperkontur, Material und sparsame Öffnungen passen bestens zum alten Schlossgemäuer, und wenn das selbstverständliche Zusammenspiel von Alt und Neu so gut gelingt, kann man im Gedanken an eine Rekonstruktionsdebatte nur verständnislos den Kopf schütteln.
Aus dem Ort heraus entwickelten die Architekten ein Szenario von Treppen, Panoramawegen und Terrassen, mit dem die Reize der Umgebung in all ihrer Vielfalt eingefangen sind.
Blicke ins Rheintal und in den Pfälzer Wald belohnen die Kraxelei hinauf zum Schloss.
Für die gelungene Aussenanlagenplanung- und Gestaltung zeichnet das Planungsbüro LOMA aus Kassel verantwortlich. Die bauleitungstechnische Umsetzung wurde durch Latz Riehl Partner Landschaftsarchitekten wahrgenommen.
Quelle: Bayerische Staatszeitung